Buch 2014

Der Wald kommt in die Stadt

Plakate in der Marktgasse in Winterthur

Der Winterthurer Wald kommt in die Stadt! In der Ausstellung «Waldzeit – Mensch, Wald, Wissenschaft» vom Freitag, 23. Mai bis Sonntag, 25. Mai 2014 auf dem Neumarkt erfahren Besucherinnen und Besucher viel Wissenswertes über die Wälder unserer Region: Welche Bäume sind einheimisch, welche fremd? Welche Heil-, Gift-, geschützte Pflanzen oder Pilze wachsen bei uns? Wie entstanden unsere Wälder nach der Eiszeit? Was sagen Hölzer über die Vergangenheit aus? Hilft der Wald den Klimawandel stoppen? Der Wald der Zukunft, wie sieht er aus? Was heisst nachhaltige Waldnutzung, die Mensch, Tier und auch den Stadtfinanzen nützt? Ist der Wald krank? Wenn ja, wie sieht man das?

Die Ausstellung, in deren Zentrum ein riesiges Zelt steht, wird ergänzt durch eine Reihe von Attraktionen: Die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur (NGW) ermittelt die besten Holzhacker und zeigt, wie sich Erholung messen lässt. Holzbearbeitung früher und heute, Transporte mit dem Pferdegespann – die NGW zeigt’s. Ein Teuchelbohrer stellt eine mittelalterliche Wasserleitung her und ein Künstler verwandelt einen Baumstamm zu einem Kunstwerk. Ein eigenes Riegelhaus erstellen? Auf dem Neumarkt ist Gelegenheit dazu! Und Kinder zeigen im neu geschaffenen Naturkindergarten, warum ihnen dieser so gefällt.

Öffnungszeiten

Freitag: 10–19 Uhr
Samstag: 10–19 Uhr
Sonntag: 11–18 Uhr

Die Ausstellung ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos.

Warum eine Waldausstellung?

Die Beziehung des modernen Menschen zu Wald hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Verkehr, verdichtetes Bauen, aber auch die Sehnsucht nach Ruhe und Erholung bewirken, dass die Menschen immer mehr den Wert der Winterthurer Wälder erkennen. Veränderungen begegnen sie mit Zurückhaltung bis Ablehnung, am liebsten möchten man die Wälder ohne Eingriffe bewahren. Dass ein nachhaltiger Wald aber ein Gleichgewicht zwischen Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlichen Bedürfnissen darstellt, wird oft nicht verstanden. Förster, die einen alten Baum fällen müssen, weil dieser krank ist, werden schnell einmal als Baummörder verschrien.

Das komplexe, sich ständig in Bewegung befindende System darzustellen, das ist das Ziel der NGW – getreu ihrem Motto «Die Welt besser verstehen» ins Auge. In 1½-jähriger Vorbereitungszeit stellte sie einen breiten Themenkatalog zu Wald und Holz zusammen. Dieser geht von Jahrringforschung, über Sturmökologie, Holzfunde im alten Winterthur bis hin zu moderner Holzforschung und der Frage, wieviel Winterthurer Holz eigentlich bei den olympischen Spielen in Sotchi dabei waren.

Wichtige Unterstützung

Forschungsinstitute wie die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf oder die Universität Zürich, das Naturmuseum Winterthur, die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL sowie Private konnten für die Ausstellung gewonnen werden. Sie helfen mit und ermöglichen so den Einblick in die Geheimnisse des Waldes.

Folgende Organisationen haben die NGW mit Ihrem Fachwissen bei der Erstellung der Ausstellung «Waldzeit – Mensch, Wald, Wissenschaft» tatkräftig unterstützt.

  • Forstbetrieb Winterthur, allen voran Beat Kunz und seine Förster
  • WissenschaftlerInnen der Eidgenössischen Anstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Birmensdorf
  • Archäologie des Kantons Zürich
  • Labor für Quartäre Hölzer, Langnau am Albis

Folgende Organisationen und Stiftungen haben die Ausstellung finanziell unterstützt:

Ein solche Ausstellung wäre ohne Freiwilligenarbeit gar nicht möglich gewesen. Unzählige Menschen haben ihre Zeit für Informationsbeschaffung, Konzeptarbeit und tatkräftige Mithilfe bei der Entwicklung der Ausstellung hergegeben.

Waldbau elektronisch

Zudem stellt die NGW zusammen mit der HAFL und der Akademie der Naturwissenschaften der Schweiz SCNAT das neue Computerspiel «Waldzeit – Das Spiel vom nachhaltigen Wald» vor. Dieses will auf spielerische Art und Weise jungen Menschen zeigen, welch wichtige Aufgabe die Waldplanung hat, wenn es um den Erhalt einer nachhaltigen Landschaft geht.

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Michael Wiesner ist Biologe. Er hat an der ETH Zürich Naturwissenschaften studiert und in der Fachrichtung Geobotanik bei Prof. Dr. Elias Landolt abgeschlossen. Seine Beiträge finden sich auch auf Facebook, auf Twitter, auf Flickr, auf Vimeo und auf Youtube.

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