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Laub rechen im lichten Wald am Sädelrain

Mehr als ein Dutzend Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Winterthur-Seen haben am 20. Oktober 2012 einen freiwilligen Pflegeeinsatz im lichten Wald am Sädelrain geleistet. Die Naturschützer zogen Laub und Schnittgut am Boden zusammen und deponierten das Material am Wegrand, wo es vom städtischen Forstdienst abgeholt wurde.

Laub rechen im Wald? Was auf den ersten Blick seltsam anmutet, hat durchaus einen tieferen Sinn: Damit sich am Sädelrain auch seltene lichtbedürftige Pflanzenarten ansiedeln und gedeihen können, muss der Boden alljährlich vom Laub befreit werden. Erstens fällt so viel mehr Licht auf den Boden, was den lichtbedürftigen Arten entgegenkommt und zweitens werden potenzielle Nährstoffe entfernt. So entstehen nach und nach magere und sonnige Standorte, auf denen sich artenreiche Lebensräume entfalten können.

Seit 2007 führt der Verein zusammen mit dem Stadtforstbetrieb Pflegeeinsätze am Sädelrain durch. Offenbar mit Erfolg: Im Jahr 2012 hat sich die ästige Graslilie angesiedelt. Auch die Purpurorchis, das langblättrige Waldvögelein, die weisse Waldhyazinthe und der gefranste Enzian fühlen sich im lichten Wald am Sädelrain offensichtlich wohl. Der gefranste Enzian gedeiht vor allem auf kalkreichen, steinigen Ton- und Lehmböden.

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Stimmungsbilder vom Naturschutzeinsatz 2012

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Michael Wiesner ist Biologe. Er hat an der ETH Zürich Naturwissenschaften studiert und in der Fachrichtung Geobotanik bei Prof. Dr. Elias Landolt abgeschlossen. Seine Beiträge finden sich auch auf Facebook, auf Twitter, auf Flickr, auf Vimeo und auf Youtube.

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