Pflanzen

Riesen-Schachtelhalm – Leben und Sterben

Bei Spaziergängen durch die Winterthurer Wälder trifft man in den Sommermonaten häufig auf den Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia). Der Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia) ist eine Waldpflanze aus der Familie der Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae). Er blüht von März bis Mai und gedeiht am besten an halbschattigen Standorten auf nassen, neutralen bis basischen, mässig nährstoffarmen bis mässig nährstoffreichen Böden mit stark wechselnder Feuchtigkeit.

Die auffällige Pflanze mit ihren hohlen, elfenbeinfarbigen Stängeln und quirlständigen Blättern wächst auf nassen Standorten in Laubwäldern und kann hier bis über einen Meter hoch werden. Der Riesen-Schachtelhalm gehört damit zu den grössten Vertretern der einheimischen Schachtelhalme. Die fruchtbaren Sprosse erscheinen ab März vor den sterilen Stängeln und werden nur 20 bis 50 Zentimeter hoch und etwa 15 Millimeter dick. Sie sind blassbraun und sterben nach der Sporenreife ab. Waldzeit-Leserin Yvonne Wertli und ihr Mann Thomas haben im nachfolgenden Film das Werden und Sterben eines Riesen-Schachtelhalms in 100 Sekunden dokumentiert.

Weitere Informationen

  • Equisetum telmateia – In: Info Flora – Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Info Flora ist eine gemeinnützige, privatrechtliche Stiftung zur Dokumentation und Förderung der Wildpflanzen in der Schweiz.
  • Riesen-Schachtelhalm – In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie.

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Michael Wiesner ist Biologe. Er hat an der ETH Zürich Naturwissenschaften studiert und in der Fachrichtung Geobotanik bei Prof. Dr. Elias Landolt abgeschlossen. Seine Beiträge finden sich auch auf Facebook, auf Twitter, auf Flickr, auf Vimeo und auf Youtube.

2 Kommentare zu “Riesen-Schachtelhalm – Leben und Sterben

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    Hiltrud Neumann

    Guten Tag,
    Vor wenigen Tagen habe ich gelesen, dass bei den Schachtelhalmen nur der Ackerschachtelhalm ungiftig ist (oder so wenig giftig?) dass nur dieser als Heilmittel innerlich angewendet werden darf. Ist das richtig?
    Ich bin jetzt sehr verunsichert, denn ich bin mir sicher, dass das, was ich immer mal wieder bei wWaldspaziergängen gesammelt habe, KEIN Ackerschachtelhalm war.
    Überlebt habe ich es zwar bis jetzt. ..
    … Aber nicht jedes Gift ist ja sofort tödlich. .
    Über Ihre Antwort freue ich mich sehr.

    Freundliche Grüße aus Stuttgart von Hiltrud Neumann

    • Avatar
      Michael Wiesner

      Der Ackerschachtelhalm ist sicher ungiftig. Man kann ihn sogar als Salat oder gedünstetes Gemüse essen. Wirklich giftig ist gemäss meinen Recherchen nur der Sumpfschachtelhalm – vor allem für Weidetiere, weshalb er auf feuchten Weiden häufig bekämpft wird. Beim Menschen sind offenbar keine Vergiftungen bekannt. Details dazu finden Sie unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Sumpf-Schachtelhalm

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