Pflanzen

Wo die Wald-Schlüsselblume gedeiht, ist der Boden lehmig

Die Wald-Schlüsselblume (Primula elatior) oder auch Hohe Schlüsselblume kommt in der ganzen Schweiz verbreitet vor. In Winterthur ist sie in allen Waldgebieten vom Hulmen im Osten bis zum Hardholz im Westen anzutreffen: im Waldinnern, an Wegrändern, unter Gebüschen und auf feuchten Wiesen. Die Wald-Schlüsselblume blüht von März bis Mai und gehört damit zu den Frühblühern. Davon abgeleitet ist ihr lateinischer Gattungsname Primula (die Erste).1 Sie gedeiht auf feuchten, nährstoffreichen und lehmigen Böden von der kollinen bis zur subalpinen Stufe. Die mehrjährige Krautpflanze kann bis zu 30 cm hoch werden.

Die einseitswendigen Dolden mit ihren hellgelben, schwach duftenden Blüten sind lang gestielt. Der etwa 8 bis 15 mm lange Kelch ist kantig und liegt eng an die Kronröhre an. Die hellgelbe Krone ist vorn trichter- bis radförmig, hat keine Flecken und wird gegen innen etwas dunkler. Die Kronzipfel sind flach ausgebreitet und etwa 5–10 mm lang.

Aus der Wald-Schlüsselblume lassen sich verschiedene Arzneistoffe gewinnen, die bei Entzündungen der Schleimhäute in den Luftwegen lindernd wirken.2

Einzelnachweise

  1. Spohn Margot & Aichele Dietmar (2010): Was blüht denn da? Der Fotoband. Franckh-Kosmos, Stuttgart. ↩︎
  2. Baltisberger Matthias, Nyffeler Reto & Widmer Alex (2013): Systematische Botanik. Einheimische Farn- und Samenpflanzen. 4. Auflage. Vdf. ↩︎

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Michael Wiesner ist Biologe. Er hat an der ETH Zürich Naturwissenschaften studiert und in der Fachrichtung Geobotanik bei Prof. Dr. Elias Landolt abgeschlossen. Seine Beiträge finden sich auch auf Facebook, auf Twitter, auf Flickr, auf Vimeo und auf Youtube.

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