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Chöpfi: Zeuge einer früheren erdgeschichtlichen Epoche

Im südwestlichen Teil des Wolfensberges, gleich unterhalb des höchsten Punkts auf 526 m.ü.M. präsentiert sich ein Zeuge früherer erdgeschichtlicher Epochen als geologische Sehenswürdigkeit: die «Chöpfi», ein Aufschluss von Sandstein aus der Oberen Süsswassermolasse.

Wie Köpfe ragen die Sandsteinknauer aus dem Boden heraus (Foto: Michael Wiesner)
Wie Köpfe ragen die Sandsteinknauer aus dem Boden heraus (Foto: Michael Wiesner)

Die Obere Süsswassermolasse ist an vielen Orten in Winterthur das älteste Oberflächengestein. Sie besteht aus verschiedenen Ausgangsgesteinen wie Mergel, vereinzelten Nagelfluhbändern und Sandstein. Der Sandstein bei der Chöpfi entstand vor rund 15 Millionen Jahre aus tertiären Ablagerungen.

Das Besondere an dieser Stelle sind die auffälligen Sandknauer, die wie Köpfe aus dem Boden herausragen. Ihre Entstehungsgeschichte fasziniert: Bei der Ablagerung wurden die einzelnen Sandkörner mit kalkigem Ton oder mit härterem Kalk verbunden. Im Laufe der Jahrmillionen verwitterte der Sandstein: die weicheren Stellen erodierten und wurden ausgeschwemmt, die härteren bildeten die Köpfe, die dem Ort den Namen gaben. Seit Generationen ist die Chöpfi ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt.

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Michael Wiesner ist Biologe. Er hat an der ETH Zürich Naturwissenschaften studiert und in der Fachrichtung Geobotanik bei Prof. Dr. Elias Landolt abgeschlossen. Seine Beiträge finden sich auch auf Facebook, auf Twitter, auf Flickr, auf Vimeo und auf Youtube.

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